Die Berliner Polizei hat ein Personenschutzkommando aufgelöst, das an der US-Botschaft in Berlin eingesetzt gewesen war, und ein Disziplinarverfahren eingeleitet, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Bild-Zeitung hatte zuvor über den Fall berichtet.
Die Beamten seien anderen Bereichen des Personenschutzes zugeteilt worden, sagte der Sprecher. Der Schutz der bewachten Person werde vorübergehend von einem anderen Kommando übernommen.
Dem Bericht zufolge sollen die deutschen Personenschützer im Dienst an der US-Botschaft Alkohol getrunken haben. Die Botschaft gab auf erste Anfrage keinen offiziellen Kommentar ab.
Die Polizei erklärte, die Angelegenheit werde derzeit dienstrechtlich geprüft. Alkohol sei für alle Berliner Polizeibeamten im Dienst grundsätzlich verboten und könne disziplinar- und arbeitsrechtliche Folgen haben. Ein Sprecher der Behörde sagte, weitere Einzelheiten könnten nicht mitgeteilt werden, solange die Prüfung andauere.