Ein Feuer hat das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden in den Bayerischen Alpen schwer beschädigt, und die Behörden haben einen 33-jährigen Mann wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Die Meldung vom 24. Oktober betrifft eine Ermittlung, keine Verurteilung und keine abschließende Feststellung zum Motiv.
Der bayerische Sender BR 24 berichtete über Äußerungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz am Samstag. Die Polizei sagte, sie habe einen Motorradfahrer angehalten, während sie zum Feuer unterwegs gewesen sei, und es habe Hinweise gegeben, die ihn mit dessen Ursache in Verbindung brachten. Die Ermittler prüften die Umstände noch. Der Verdacht der Brandstiftung bleibt den Behörden zugeschrieben, und für den festgenommenen Mann gilt die Unschuldsvermutung.
Das Gebäude liegt 1.834 Meter über dem Meeresspiegel, was den Zugang und die Brandbekämpfung ungewöhnlich erschwerte. BR 24 teilte mit, im Inneren sei niemand angetroffen worden und niemand sei verletzt worden. Die Associated Press berichtete unabhängig über den Brand, die Festnahme und die durch Schnee und Wind verursachten Erschwernisse. Die Polizei schränkte den Zugang rund um das beschädigte Gebäude ein.
Die Anlage, auch als Eagle’s Nest bekannt, wurde in der NS-Zeit fertiggestellt. Seit 1952 wird sie als Bergrestaurant betrieben und beherbergt eine Ausstellung über ihre Geschichte. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte, das landeseigene Gebäude werde nicht einfach als Ruine belassen, und betonte die Bedeutung der Erinnerungsarbeit. Diese Äußerung ist eine Absicht, die Anlage wiederherzustellen, kein abgeschlossener Bauvertrag, kein vereinbarter Entwurf und kein Wiedereröffnungstermin.
Die nächsten Schritte bestehen darin festzustellen, wie das Feuer entstanden ist und wie die historische Bausubstanz sowie die Ausstellung behandelt werden können.